Geschichte
Die Geschichte Zoppots reicht bis ins frühe Mittelalter zurück, als im Bereich der heutigen
Stadt in einem dichten Buchenwald eine mit Schutzwall und Graben umgebene Siedlung lag.
Die erste schriftliche Erwähnung Zoppots stammt vom 5. März 1283, als Mściwój II. die
malerische Siedlung den Zisterziensern von Oliva als Ausgleich für eine Ortschaft im Mewer Land
schenkte, die diese an den Deutschen Orden verloren hatten. Das Zisterzienserkloster in Oliva blieb
fast fünf Jahrhunderte lang Eigentümer von Zoppot.
Im 16. Jahrhundert begann der Wandel Zoppots von einem Bauerndorf zu einem sommerlichen
Erholungsort der Danziger Patrizier. Im Laufe mehrerer Jahrzehnte bauten die reichsten Vertreter
der Danziger Kaufmannschaft in Zoppot auf Grundstücken, die sie von den Zisterziensern aus Oliva
pachteten, zwölf Sommerresidenzen mit Ziergärten.
Einen Umbruch für die Stadt bedeutete der Zeitpunkt, als sich in Zoppot Jean Georg Haffner,
ein französischer Armeearzt, niederließ, der, vom Reiz der Umgebung verzaubert, beschloss, hier
eine Badeanstalt einzurichten. Die professionelle Badeanstalt mit einer Holzbrücke, der Vorgänger
der heutigen Mole, entstand im Jahr 1823. In kurzer Zeit entwickelte sich Zoppot zu einem populären
Ferienort, der von einer immer größer werdenden Anzahl von Touristen aus dem In- und Ausland
besucht wurde.
Am 8. Oktober 1901 wurde Zoppot von der preußischen Regierung in Berlin das Stadtrecht
verliehen. Gemäß den Bestimmungen des Versailler Vertrags befand sich das von Menschen vieler
Nationen bewohnte Zoppot in den Verwaltungsgrenzen der Freien Stadt Danzig. Der 8. Oktober wird
gegenwärtig als Jahrestag der Verleihung des Stadtrechts begangen.
Am 19. Mai 1999 erhielt Zoppot den Status eines Kurortes. Im selben Jahr hielt Papst Johannes
Paul II. am 5. Juni eine Messe für fast eine Million Gläubige auf dem Gelände der Zoppoter
Pferderennbahn, während der die Worte fielen: „Ohne Liebe gibt es keine Solidarität“.
